Archiv für Juni, 2009

Death Note 11#

Posted in Allgemeines on Juni 29, 2009 by austrofrenchie

von Tsugumi Ohba (Autor), und Takeshi Obata (Zeichner).

Zu Death Note habe ich schon einiges geschrieben, so langsam nähert sich die Geschichte dem Ende. Die letzten Bände waren eher durchschnittlich, konnten mich nicht so recht überzeugen. Besonders die Wendung, die das Ganze in Band 9 nahm.

Und leider ist auch dieser Band eher langweilig. Es wird auf das Finale hingearbeitet. Es passiert also nicht sonderlich viel. Wie von der Serie gewohnt gibt es wieder diverse, ellenlange Katz-und-Maus Gespräche, die so und so immer aufs Selbe hinauslaufen. Sich zu erinnern, wer was von wem weiß, ist manchmal gar nicht mal so leicht, da dies inzwischen schon ziemlich verwirrend ist.

Wie soll ich diesen Band beschreiben? Ich würde sagen, der Fokus liegt einfach auf Dialoge, Unterstellungen und Vermutungen. Moment, tat dass die Serie nicht an und für sich schon? Stimmt, aber in den früheren Bänden geschah zumindest etwas.

Vor dem großen Finale wirkt Death Note ziemlich gestreckt, der ausgewechselte Cast nervt, was an ihren kleinen, sporadischen Auftritten und ihrer Einfältigkeit liegt. Dass dieser Gut gegen Böse Aspekt angesprochen wird, kam mir eher lächerlich vor, da dies ohnehin schon offensichtlich war. Auch die dichte Atmosphäre ist nicht mehr vorhanden.

Zeichnerisch ist Death Note seit der 1# konstant grandios, Obatas feiner, sauberer Stil ist sehr ansehnlich.

Noch der letzte Band und ich bin durch. Schade, die Serie hatte großes Potenzial. 6/10 (+1 für Obata)

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Viel zuviele Comics, die gelesen werden wollen

Posted in Allgemeines, Comickauf on Juni 27, 2009 by Lorenz

57+4+3 Das hat die heutige Zählung ergeben.

57 Us Comics
4 Trades
3 Mangas

mit diesen Comics bin ich im Hintertreffen. Teilweise liegen die Comics ein halbes Jahr da und haben bisher das Pech gehabt, dass sie immer irgendwie durch den Rost gefallen sind. Das ist natürlich schlecht. Daher kommt jetzt meine Aufholjagd und da passenderweise auch gleich Uniferien sind, habe ich sogar die nötige Zeit dazu. Also erwartet euch in den nächsten Wochen nicht allzuviel von mir. Podcast wirds keinen geben, Reviews eben nur über diese Hefte. Wenn ich dann wieder am aktuellen Stand bin, dann melde ich mich wohl mit ein paar Review Artikeln, vielleicht kommt das eine oder andere noch in den Podcast, aber mit CdW oder so ist definitv nicht zu rechnen.
Also ich wünsche euch noch recht schöne Tage, ich hoffe wir sehen uns so bald als möglich wieder.

Absolution 0#

Posted in Allgemeines on Juni 25, 2009 by austrofrenchie

Absolution 0# ist ein etwas älteres Heft von Avatar Press, welches ich aber erst heute lesen konnte. Es gibt einen einfachen Grund, weswegen ich mir es geholt habe: Christos Gage. Er hat nämlich vor kurzem die grandiose Mini-Serie G.I. Joe: Cobra geschrieben (erschienen bei IDW). Sie war das einzige an diesem eher misslungenen Reboot von G.I Joe, das konstant zu überzeugen wusste.

Absolution bringt kein bahnbrechendes Konzept mit sich: Es geht um John Dusk, einen Superhelden in einer Welt, wo Superhelden nur der Regierung dienen, der jetzt eine Grenze überschritten hat, und damit klarkommen muss. Brisant: Seine Freundin, eine Beamte der Mordkomission ermittelt gerade in äußerst seltsamen Fällen, bei denen Ex-Kriminelle zu Tode gekommen sind, ohne dass man wirklich sagen kann, wie.

Es ist ziemlich offensichtlich, wer diese Morde zu verantworten hat. Meine Angst ist, dass jener Superheld zum Punisher-Verschnitt wird, soll er aber laut Autor nicht werden. Stattdessen geht es wohl um seinen inneren Kampf, wie er mit seiner Freundin klarkommt, usw…

Diese Null-Ausgabe gipfelt in einer ziemlich verstörenden Szene, in der John einen potenziellen Killer umbringt. Das Gespräch, dass dies mit sich bringt, ist ziemlich krank, zumal das passive Verhalten des Opfer wirklich unnachvollziehbar ist, da er sich denken müsste, was mit ihm passieren wird.

Richtig toll erscheint einem das Heft allerdings erst dann, wenn man die Hintergründe kennt. Gage verarbeit hier sowohl einen politische als auch ethische Konflikt: Wer verdient den Tod? Natürlich verbirgt sich hier auch sicherlich Kritik an der Todesstrafe, aber auch ebenjene philosophische Frage. Die Sache mit Christos Gages Freund ist natürlich auch sehr interressant.

Ich traue Gage durchaus eine gute Mini (?) zu, zumal ich einige Fragen geklärt sehen möchte, zum Beispiel die etwas genauere Definition von Johns Kräften. Das Artwork ist zweckdienlich, aber etwas kahl, die Pin-Ups andere Zeichner im Heftanhang haben mir da besser gefallen.

Ein gutes Heft, ohne weiteres: 7,5/10

Visions Rezensionen

Posted in Allgemeines with tags , , , , , , , , on Juni 20, 2009 by vision94

Heute hab ich sehr interessante Comics und Mangas mitgebracht.

Bobobo-bo Bo-bobo Special Edition 1

bobobo-bo-1

Der wahrscheinlich lustigste Manga den ich je gelesen habe, es geht ungefähr darum, dass Bobobo und seine Freunde gegen das Haarlose Imperium kämpfen, aber eigentlich fällt das in den Hintergrund. Bobobo ( Der einen Blonden Afro trägt und mit seinen Nasenhaaren kämpft), Jelly Jiggler ( Ein blauer Wackelpudding) und Poppa Rocks ( Eine verrückte sonnenähnliche Figur, die immer im Vordergrund stehen will) sind einfach nur zum Lachen, mit verrückten Einlagen und sehr guten Parodien auf Naruto, Yu-Gi-Oh, One Piece und Death Note, stellen sie die ganze Welt auf den Kopf. Es gab noch nie einen Manga, der mich so zum Lachen brachte.
10/10


Hellgate: London Band 1

Der auf dem gleichnamigen Videospiel basierende Manga hat eine sehr interessante Atmosphäre, aber leider eine sehr durchschnittliche Umsetzung ( Story ). Bisweilen auch etwas unrealistisch, aber gegen Ende wird der Manga etwas überzeugender und hat noch Luft nach oben.
6/10
Hellboy : The Wild Hunt 4
Hellboy wird weiterhin grandiose weitergeführt. Storytwists sind sehr gut dargestellt, Fegredo ist auch sehr gut. Das Backup war nur durchschnittlich.

10/10

Scalped TPB 1: Indian Coutry

Posted in Allgemeines on Juni 18, 2009 by austrofrenchie

Scalped ist die nun nicht mehr ganz so neue Hit-Serie von Jason Aaron und dem serbischen Zeichner R.M Guéra, die monatlich beim DC-Sublabel Vertigo erscheint.  Die Serie wurde eine Zeit lang extrem gehypt und jetzt bin ich gefolgt und habe mir das erste Trade besorgt.

Die Story dreht sich um Dashiell „Dash“ Bad Horse, der im Indianerreservat Praire Rose aufgewachsen ist. Zu ebendiesem kehrt er nach Jahren nun zurück und wird alles andere als freundlich empfangen. Schnell gerät er in die Fängen von Red Crow, einem Gangsterbosses, der sich im Reservat so etwas ähnliches wie ein Imperium aufgebaut hat. Sein großes Projekt ist die Eröffnung eines Kasinos, was die maroden Kassen der Indianer auffüllen soll. Und dabei soll Bad Horse nun helfen. Er steht nun der Exekutive im Reservat zur Seite, die mit eiserner Faust gegen kleine Drogenkartelle und ähnliches vorgeht.

Anfangs konnte mich das Trade nicht wirklich in seinen Band ziehen. Die wichtigsten Figuren werden eingeführt, es fallen ein paar coole Sprüche und ein paar Leute werden von Anti-Held Dash vermöbelt. Nicht wirklich sehr spektakulär. Erst gegen Ende des ersten Kapitels wird es richtig interressant. Besonders die Enthüllung im letzten Panel verspricht eine interressante Storywendung!

Sehr interressant ist der gesellschaftskritische Ansatz der Serie. Aaron zeigt hier die Zustände in Reservaten auf:  hohe Arbeitslosigkeitsrate, Alkoholismus, Drogenhandel, Prostitution. Nicht gerade hilfreich dabei ist Red Crows mafiös aufgebaute Organisation. Auch sehr interressant ist die Darstellung der Reservate durch US-Medien.

Bad Horse ist der perfekte Held für diese dreckige, düstere Western-Geschichte. Er ist kalt, erbarmungslos, hat jedoch etwas gutes in sich. Die Flashbacks machen einiges klar, besonders seine Origin im letzten Kapitel. Interressante Aspkte der Geschichte sind auch sein schlechtes Verhältnis zu seiner Mutter, einer Indianer-Aktivistin, der Umgang mit seiner Jugendliebe Carol, die verhuchte Tochte Red Crows oder wie er mit seiner ungewollten Situation klarkommt.

Sehr störend fand ich beim ersten Band der exzessive Fluchgebrauch. In beinahe jedem Satz stolpert man über ein Schimpfwort. Es sollte klar sein, dass ich überhaupt nicht die Zielgruppe der Serie bin, da sie eindeutig für ein erwachsenes Publikum konzipiert ist, jedoch kann ich mir vortellen, dass das den Lesefluss auch bei einem erwachsenen Leser deutlich stockt.

Alles in allem ein coole, düstere Story von Jason Aaron mit flotten Sprüchen, Sex und einer gewaltigen Portion Action. Empfehlenswert für Fans von Italowestern oder Bad Motherfucker-Antihelden. 8/10

American Jesus TPB 1

Posted in Indie, Review on Juni 14, 2009 by Lorenz

Es gibt Geschichten die sind gut. Geschichten die man nicht aus einem Kulturkreis herausreden kann, auch wenn sie vielleicht teilweise stark umstritten sind. Geschichten, die aber in ihrer Botschaft so einfach sind, dass sie nach tausenden von Jahren noch immer nichts an ihrer Wirkung verloren haben. Ich rede von den Geschichten aus dem Neuen Testament.
Man kann viel gegen dieses Buch sagen, Kritik hat es in den letzten Jahren von sehr vielen Seiten her bekommen, die lasse ich mal so stehen, denn die Diskussion ob das Christentum noch immer aktuell ist oder nicht, ob die Ideen noch gut sind oder nicht, die sollte man nicht in einem Comicblog führen (auch wenn ich über solche Gespräche sehr offen bin und mich über jede Art von Meinung freue.)
Eines der umstrittensten Bücher ist aber wohl die Offenbarung Johannes, so umstritten, dass schon damals gestritten wurde, ob man es jetzt in die Bibel aufnimmt oder nicht. Viel Unfug ist mit diesem Buch getrieben worden, allzu oft haben irgendwelche „Propheten“ in ihr den nahenden Weltuntergang herausgelesen (was ja nicht so schwer ist, bei der Symbolik) und somit viele tausend Menschen in den Selbstmord getrieben.
Gleichzeitig hat es sehr bizarre Phänomene der Popkultur hervorgerufen, ua „Left Behind“.

Interessant wird die Offenbarung für einen Comicblog dann, wenn ein Comic dies als Thema hat. Und nun sind wir bei American Jesus, einem TPB von Image, geschrieben von Mark Millar. Mark Millar stellt sich folgende Frage, was wäre, wenn Christus in der Jetztzeit auf die Erde kommen würde. Und ab hier wirds genial. Viele Bibelstellen werden direkt zitiert, es ist wirklich eine der bisher interessantesten Herangehensweisen des Themas. Von der Apokalypse an sich und vielem mehr sehen wir noch nicht, die ist wohl für den zweiten Teil bestimmt, der im Oktober herauskommen wird.
Ich kann nur eines sagen, dass Thema wird sehr intelligent bearbeitet und macht richtig Spaß beim Lesen. Auch für Leute, die sich an und für sich mit Religion noch nie beschäftigt haben. Auch Fragen wie „Wenn ich jetzt da bin, wieviel ist dann die Wissenschaft tatsächlich wert“ werden aufgeworfen.

Was ich jedoch am allerbesten fand, waren die Wendungen, die kamen und da kann ich nur eines empfehlen und zwar den Comic anzutesten, denn die verrate ich nicht. Auf jedem Fall gibts eine dringende Kaufempfehlung.

Holzauges Blind Review #1: C110 oder auch Wonder Woman #5 genannt

Posted in DC, Review on Juni 11, 2009 by Lorenz

Wonder Woman #5Wir beginnen gleich einmal mit einem sehr guten Heft. Wirklich ein gutes Wonder Woman Heft der aktuellen Serie, dass nicht von Gail Simone geschrieben wurde. Geschrieben wurde es von Will Pfeifer. Kurz mal eine kleine Erinnerung an diese Zeit, dann gehts mit der Story los.

Wir schreiben 52 Woche #45 also kurz vor dem WW3. DC ist gerade voll mit Werbung für Countdown zugepflastert. Ja ihr wisst schon, die zweite wöchentliche Mini, die sich dann als mies ohne Ende herausgestellt hat. Ja, ich war kurz vor meiner Matura und hatte beim Comiclesen mächtig viel Spaß. Eine Serie, die ich eigentlich nur durch Zufall gelesen habe, die in den ersten 12 Monaten sage und schreibe 5 Ausgaben geschafft hat, war beim mir kurz vorm canceln. Wir reden von Wonder Woman. Diese Ausgabe hat sie gerettet und seither hab ich sie nicht mehr gecancelt. Zum Inhalt:

Wonder Woman #5 beschäftigt sich mit dem Athenia Women’s Help Shelter und ist ein Fill-In, eines dieser Fill-Ins, wo man nachher sehr begeistert ist. Natürlich ist der inhalt sehr politisch korrekt, Wonder Woman darf sogar einen prügelnden Mann durch die Wand schleudern, trotzdem ist die Geschichte eine komplett zeitlose, die gut und gerne auch heute noch, mehr als zwei Jahre danach erscheinen könnte. Schade, dass das Ende niemals aufgegriffen wurde und der nächste Autor richtig schlecht war. Das ging dann eben bis Gail Simone, die ja Wonder Woman im Moment sehr gut schreibt.

Ich danke Comicleserin für C110, die Geschichte hätte ich wohl nicht mehr gelesen, was ein bisschen schade ist, da ich sie jetzt fast als die beste des ganzen bisherigen Vol. 3 bezeichnen kann.