Archive for the Review Category

Mirror’s Edge

Posted in Games, Review on Mai 29, 2010 by Lorenz

Vor wenigen Monaten habe ich mit einem Spieleverkäufer über innovative Spiele geredet. „Innovative Spiele gibts nicht mehr, dass sind ALLES nur noch Fortsetzungen“ usw. Es ist nun seltsam ein Spiel zu reviewen, dass sich in so vielen Dingern von seinen Genre Konkurrenten unterscheidet und so innovativ ist, dass es gleich mehrere Preise bekommen hat, aber trotzdem von der großen Masse kaum angenommen wurde.

Mirror’s Edge wirkt auf dem ersten Blick nicht besonders. Ego Perspektive, man kann Waffen bedienen, klingt nach einem Egoshooter. Nur das ist es gerade nicht. Ich würde es als Jump ’n Run mit anderer Perspektive bezeichnen und falsch liege ich da sicher nicht. Und anders als die meisten Jump ’n Runs verzichtet Mirror’s Edge komplett auf knuddlige Elemente.

Im Gegenteil, die Stadt in der ME spielt ist steril, es gibt selbst auf den Straßen kaum Leute, die vorherrschende Farbe ist weiß. Farben und die gibt es dann manchmal was, sind Signalfarben, und ein wichtiger Teil des Gameplays aber dazu später mehr. Wir befinden uns in Mitten einer komplett kontrollierten Stadt, wie es dazu kam wird nicht erzählt, es gab blutige Aufstände, aber die sind sicher schon 10 Jahre her.

In dieser Welt lebt Faith, sie ist ein Runner und damit auf den Dächern der Stadt zuhause und übernimmt Botendienste für Kunden. Da aber Botendienste mit der Zeit langweilig werden, beschäftigen wir uns eher mit einer Verschwörung. Diese führt uns quer durch die Stadt, durch U-Bahnen, auf Kräne und sehr oft auf Baugerüste.

Und dabei ist eines Pflicht und zwar das Nutzen der Umgebung, kein Zaun ist mehr ein Hindernis, man springt locker über ihn drüber. Lüftungsschächte werden benutzt als wären es Hauptverkehrsstraßen, der Ausblick von über 100m über den Boden schockt eigentlich auch nicht mehr.

In der realen Welt würde man den Sport den Faith betreibt Parcours nennen. Ich habe zum Launch des Titels eine Dokumentation gesehen und war ziemlich beeindruckt. Natürlich sind die Gesetze der Physik im Spiel etwas verbogen, denn manche Moves von Faith wirken doch sehr überzogen, aber anders würde das Spiel sonst auch nicht funktionieren.

Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, über 9 unterschiedliche Levels steuert ihr Faith und von Level zu Level merkt man, wie man immer vertrauter mit der Steuerung wird. Denn ohne einer guten Bedienung könnt ihr das Spiel gleich vergessen. Ihr müsst wie schon oben erwähnt die Umgebung nutzen und euch dann den leichtesten Weg, den Weg mit der geringsten Gegnerdichte oder den Weg zum nächsten Gebäude bahnen. Und hier kommen dann die Signalfarben ins Spiel.

Spielt ihr das Spiel auf normal oder leicht, dann wird euch der beste Weg in rot angezeigt. Ihr müsst ihn nicht nehmen, es ist aber für eure Spielfigur gesünder, wenn ihr ihn nehmt. Im schweren Modus gibts diese Hilfe nicht mehr, trotzdem wirkt dieses rot weder überzogen noch Fehl am Platz, im Gegenteil es bringt einen sehr stylishen Faktor ins Spiel.

Welchen Schwierigkeitsgrad ihr nehmt ist egal. Bei leicht sind die Gegner leichter zu besiegen, bei normal habt ihr die Vorteile von leicht und schwerere Gegner und bei schwer gibts harte Gegner und keine Hilfe mehr bei der Umgebung. Ich habs auf leicht durchgespielt, weil mir die Gegner wahnsinnig auf die Nerven gegangen sind. Gerade wenn man es geschafft hat in diesen „Flow“ zu kommen und man wirklich mit der Umgebung spielte, kamen die Gegner und das Spiel begann einen zu hetzen. Da mir dies nach einiger Zeit das Spiel ziemlich vermiest hat, habe ich dann auf leicht umgestellt. Um ehrlich zu sein, hat sich das Gegnerverhalten trotzdem nur marginal verändert.

Frustige Passagen gibts aber auch ohne Gegner genug. So habe ich bei einer Passage mehr als eine Stunde gehangen, um es dann in einem Rutsch zu schaffen, aber manche Momente haben sich wirklich wie Spielstreckung angefühlt. Das ist auch nötig, denn das Spiel ist sehr kurz, ich habe trotz der einen Passage knapp 8h gebraucht, wenn also jemand beim ersten Mal alles richtig macht und sich Zeit lässt, schafft er das Spiel trotzdem noch in 6h. Das ist schade, weil dann im letzten Level ist man drinnen und spielt sehr gut, aber dann ist es leider schon vorbei.

Trotzdem ist Mirror’s Edge wirklich einen Blick darauf wert, man findet es eigentlich heute schon sehr billig, bei amazon selten teurer als 15€, ich habe bei ebay 10€ gezahlt, das ist ja eigentlich wirklich nicht viel, und für dieses Geld ist dann auch die sehr kurze Spielzeit nicht schlimm.

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Kurze Comicmeinungen

Posted in Comickauf, DC, Marvel, Review on Mai 27, 2010 by Lorenz

So, ich werd jetzt ein paar Gedanken zu aktuellen Comics posten, die ich letztens gelesen habe. Ohne Inhaltsangabe, aber Spoiler sind möglich.

Avengers #1

Überraschenderweise durchaus spaßig. Es wird thematisiert wie sich Helden die sich Jahre lang gestritten haben wieder zusammenfinden und gleich mal mit einem der klassischsten Avengersschurken begonnen. Alles in allem erinnert es mich ein bisschen an den Busiek/Perez Neubeginn Mitte/Ende der 90er, für mich DIE Avengerszeit. Daher kommts ins Abo, unabhängig von Preis.

Flash #1 und #2

Habe ich komischerweise vergessen und daher beide mitgenommen, in Wahrheit ein etwas zäher Beginn, das zweite Heft wirkt voller und spannender. Trotzdem kann man definitv lassen, dass die Rouges so schön eingebaut werden freut mich, außerdem gibts wohl 2011 ein Flash Event.

Air #21

Konnte ich durch die Hiobsbotschaft letzte Woche nicht mehr richtig genießen. Das ganze klingt alles wie immer, ich bin mittlerweile aber schon über diese Serie hinweg. Schade um sie.

Daytripper #6

Gleicher Aufbau wie in den ersten Heften, ich bezweifle das da eine große Auflösung kommt, stört mich aber nicht wirklich, weil die Art und Weise wie es gemacht wird sehr ansprechend ist

I, Zombie #1

Konnte mich nicht einmal annähernd überzeugen. Wegen dem billigen Preis nicht so dramatisch, aber weiterkaufen werd ich die Serie definitv nicht. Auch ein Grund war die Tatsache, dass der interessante Twist als Appetitmacher in anderen Vertigoserien veröffentlich wurde (ist so wie wenn im Trailer der ganze Twist eines Films gezeigt wird)

Air #20

Posted in DC, Review on Mai 10, 2010 by Lorenz

Air macht in der letzten Zeit einen richtigen Höhenflug durch, der bisherige Höhepunkt war diese Geschichte, denn diese macht keinen Halt mehr vor Raum und Zeit. Schon allein die erste Seite zeigt uns die Hauptcharaktere in der Mode des frühen 20. Jahrhundert, was sehr schnell erklärt wird. Im Verlauf der Geschichte passiert dann etwas, was in den besten Zeitreisegeschichten manchmal vorkommt und was eigentlich einer interessantesten Momente ist und zwar wenn die Zeitreisende zu jemanden kommt, der den Zeitreisenden schon einmal erlebt hat, dieser kann sich daran aber nicht erinnern, weil es für ihn erst in der Zukunft passieren wird.

Genau mit diesem Plot überrascht mich Air wiedereinmal positiv und ich bin sehr froh, dass ich die Serie nicht gedroppt habe als es die meisten getan haben. Sie ist nämlich seit dem Ende der Durststrecke richtig gut und spannend. Die Serie hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Bleach Band 40

Posted in Manga, Review on Mai 9, 2010 by Lorenz

Es geht weiter, seltsam eigentlich wenn man verfolgt wie die kurz manche von den Kapiteln eigentlich sind. So ist in einem eigentlich nur ein Geplänkel vorhanden, wenn ich japanischer Shonen Jump Leser wäre, würde ich mir dann doch etwas verarscht vorkommen, aber da ich das nicht bin nun ein kleines Review der 40sten Ausgabe.

Band 40 ist etwas was ich mir schon gar nicht mehr erwartet habe, nämlich ein Band indem wirklich viel passiert, nicht nur eine Aneinanderreihung von, wenn auch sehr guten, Kampfszenen. Hier passiert wirklich etwas, das für die fortlaufende Handlung wirklich von wert ist. Ich will jetzt nicht spoilen, aber ich sage einfach einmal, dass Probleme die vor 14 Bänden begonnen haben hier langsam ins Ende geleitet werden. Soviel ich weiß geht in Japan der aktuelle Arc langsam zuende, was weiß Gott auch gut so ist, denn wieviele Kapitel hatte dieser Arc jetzt? Wesentlich mehr als 100 und wenn es nun zu einem Ende kommen würde, dann würde wahrscheinlich viele Fragen, die vor ca. 20 Bänden gefragt wurden endlich beendet werden. Es ist wirklich Zeit.

Wir im deutschsprachigen Raum sind aber noch einige Zeit vom Ende entfernt und können mit der 40 wirklich einmal wieder richtig das Bleach Feeling der ersten 15 Bände erleben.

Pluto

Posted in Manga, Review on Mai 8, 2010 by Lorenz

Die 8 Bänder liegen nun alle vor, ein Review ist da eigentlich obligatorisch. Wie wunderbar diese Serie war, habe ich glaub ich schon öfters betont, eigentlich könnte ich mir die Review sparen. Trotzdem werd ich versuchen noch ein paar Leute für diese Serie und damit für Naoki Uraswa zu gewinnen. DENN, wer diese Serie liest, der wird mehr von ihm haben wollen.

Das Setting ist gewöhnungsbedürftig, all jene, die Astro Boy gelesen haben werden einige interessante Freiheiten erkennen können, die sich Uraswa genommen hat um die Serie auf sein Niveau zu bringen, denn ganz ehrlich, Astro Boy war jetzt keine sehr anspruchsvolle Serie. Ich habe nur ein paar Bände, man spürt leider doch das Alter und hier setzt dann Uraswa ein. Dieser macht diesen Arc zu etwas ganz besonderen. Die Story ist schnell erzählt, ein riesiger Roboter tötet nach und nach die besten Roboter aller Zeiten, darunter auch Astro Boy. Dieser wird wieder reaktiviert und verbessert und macht Pluto, so heißt der Mörderroboter, fertig.

Klingt ziemlich eintönig aber es ist definitv nicht so. Die Geschichte ist vielschichtig, wenn auch nicht so wie 20th Century Boys, ziemlich intelligent erzählt und man ist die gesamten 8 Bände lang immer wieder aufs neue beeindruckt, wie der Autor es schafft uns die Charaktere nahe zu bringen. Für mich schon allein deshalb ein Highlight.

Was ebenfalls zu gefallen weiß ist die Aufmachung von VIZ, von der sich die deutschen Verlage mal echt was abschauen können. Die Bände sind VIZ typisch größer als die originale und die deutsche Version, dadurch wirkt das ganze auch schon ziemlich toll, richtig überrascht war ich (und das war das erste Mal bei einer Uraswa Veröffentlichung) von den Farbseiten, die einfach wunderbar sind. Noch viel viel besser ist aber, dass Farbe hier sehr zielgerichtet eingesetzt wird und einen oder zwei richtige Wow Effekte erzeugt. Das wurde schon sehr gut gemacht. Da zahlt man dann auch mal gerne ein bisschen mehr.

Im Übrigen gibt es Pluto nicht auf deutsch. Während man also 20th Century Boys und Monster noch finden könnte, ist Pluto nichteinmal erschienen, was eigentlich ein Armutszeugnis der deutschen Mangaszene ist, denn eigentlich sollte es schon vor 2 Jahren bei EMA erscheinen, aus diversen Gründen (wo wohl der große Misserfolg von Urasawa auf deutsch der wichtigste ist) wurde die Serie gestoppt.

Trotzdem sollte man sich dieses Werk holen, wie auch schon öfters gesagt ist der Autor einer der wenigen, die wohl auch sonst komplett westlich orientierten Lesern gefallen wird.

God of War 3 oder auch die Wut Griechenlands

Posted in Games, Review on Mai 7, 2010 by Lorenz

Es ist natürlich absolut politisch unkorrekt, wenn ich diesen Artikel die Wut Griechenlands betitle, es passt aber einfach zu gut. Außerdem WHO CARES?

Die Geschichte Kratos wird hier konsequent weitererzählt. Es ist absolut abzuraten das Spiel auch nur zu beginnen, wenn man nicht die ersten zwei Teile gespielt hat. Hat man dies aber schon getan, dann wird man sich freuen, den GoW 3 beginnt da wo GoW 2 aufgehört hat. Oder eigentlich 30 Sekunden davor. Wir erleben nämlich die letzten 30 Sekunden nocheinmal. Sozusagen als Einstieg, so wie es bei den Privatsendern gemacht wird, wenn die Werbepause zuende ist. Was dort lächerlich wirkt, denn immerhin erwartet man sich von einem durchschnittlich intelligenten Menschen, dass er sich über fünf Minuten etwas merkt, ist hier relativ sinnvoll, denn zwischen Teil 2 und 3 befinden sich doch mehrere Realjahre.

Kratos, ehemaliger Gott des Krieges, jetziger Verbündeter der Titanen kämpft sich durch den Olymp, durch den Hades, durch das Labyrinth des Daedalus und dabei wird absolut niemand verschont. Und das expliziter denn je zuvor, dazu später mehr. Was anzumerken ist, ist die wunderbare Architektur die man bekommt. Ständig bekommt man eine neue Prachtbaut zu sehen, eine schöner als die andere. Oder eigentlich eine schöner als die andere, bis Kratos sie zerstört, denn wenn GoW 3 neben dem Thema der Wut eine weiteres hat, dann ist es Zerstörung. Im Tutorial zerstört ihr schon sehr viel und im Laufe dieses Spieles werdet ihr sehr sehr viel zerstören.

Was in diesem Spiel ebenfalls sehr im Vordergrund ist, sind die Bosskämpfe, die erinnerungswürdig sind. Einerseits weil jeder sehr einprägsam und anders zu spielen ist, andererseits wegen der unglaublichen Brutalität. Diese wird hier als ständiges Stilmittel benutzt, was sicher kritisierbar ist und dazu beiträgt, dass dieses Spiel NIEMALS in die Hände von < 18-jährigen gelangen sollte. Trotzdem hat mich die Gewalt niemals abgehalten das Spiel aufzugeben, wahrscheinlich wegen der Faszination die Kratos ausübt und man einfach das weitere Schicksal von ihm erleben will.

Zum Gameplay ist zu sagen, dass eigentlich nur ein Quantensprung gemacht wird (denn ein Quantensprung ist etwas sehr sehr kleines wie eigentlich jeder der schoneinmal Schrödingers Katze gefüttert hat, wissen sollte), denn es wird die gleiche Steuerung verwendet.
Grafisch hingegen habe ich ehrlicherweise noch nie so ein tolles Spiel gesehen. Ich habe schon bei FF XIII gestaunt wie detailiert die Gesichter der Protagonisten sind, hier staune ich noch viel mehr, denn die Welt sieht unglaublich gut aus. Details ohne Ende (man beachte die Statuen), sehr weitläufige Landstriche und wirkliche Momente wo man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt (zb wenn Kratos auf einen der Titanen ist)

Alles in allem ein sensationell gutes Spiel, dass den dicken roten 18er am Cover absolut verdient hat. Trotzdem, wer dieses Alter hat wird eines der bisher besten Spiele dieser Generation erleben.

God of War I und II

Posted in Games, Review on April 27, 2010 by Lorenz

Dieser Artikel wird sich mit den ersten beiden Teilen, beide auf der PS2 und neuerdings auch auf der PS3 erschienen, beschäftigen. Der dritte Teil wird in einem eigenen Artikel behandelt, dazu muss ich es aber zuerst durchspielen.

Kratos ist ohne Zweifel einer der spannensten neuen Protagonisten eines Videospiels der letzten Jahre. Kein farbloser Wischiwaschi Held, mit dem Mann sich nicht identifizieren kann. Ein tragischer Held mit dem man sich nicht identifizieren will. Und wer God of War I spielt, der wird dank ihm einige schlaflose Nächte verbringen.

Seine Familie getötet irrt er im ersten Teil durch ein mythologisches Griechenland, mit dem es (typisch Griechenland) im argen steht, umher und erfüllt Aufträge für die Götter. So kämpfen wir anfangs gleich im Tutorial gegen die Hydra und führen sie zu einem unschönen Ende. Im Laufe einer sehr spannend erzählten Story werden wir mit Hilfe der anderen Götter (allen voran Athene) einen Gott töten. Welcher das ist, dass ist keine große Überraschung, genauso wie der Rest der Geschichte, die einfach, linear und komplett ohne Überraschungen präsentiert wird. Man schnetzelt sich einfach durch ganz Griechenland. Das ist eigentlich auch nicht schlimm, denn gerade dieser Umgang damit macht einen wesentlich Faktor des Spielspaß aus.

Man setzt auf Gameplay, auf schwere Rätsel und auf die Geschichte, die eine möglichst dichte Welt darstellt. Freiheit im Lösungsweg gibt es nicht. Man macht es so wie die Entwickler wollen, oder gar nicht. Eigentlich eine wunderbare Abwechslung zu den immer häufiger vorkommenden Sandkastenspielen. Gleichzeitig aber manchmal auch etwas frustig, da perfektes Timing verlangt wird. Aber da die Steuerung wirklich sehr eingängig ist, ist es niemals unmöglich geschweige denn unfair. Das Spiel verlangt halt etwas von einem, mittlerweile sicher nicht mehr die Regel.

Wenn man mit dem ersten Teil fertig ist, dann will man eigentlich sofort den 2. Teil spielen und man sollte es auch, denn der Lob den ich für den ersten Teil schon ausgesprochen habe könnte ich hier nocheinmal 1:1 wiederholen. Da dies langweilig wäre, sage ich einfach, dass Kratos Geschichte konsquent weiterzählt wird und man in der Steuerung zaghafte Verbesserungen gemacht hat.

Was aber GoW II hat, ist eine, für PS2 Verhältnisse, sensationelle Grafik. Die Schwäche der Konsole war damals die Grafik, sowohl GoW I als auch GoW II haben aber eine großartige Grafik, die selbst die Wii heute nur selten erreicht. Sicher, matschige Texturen und durch die HD Qualität der heutigen Konsolen lassen die Grafik vielleicht etwas verblassen, aber man sollte immer im Hintergrund haben, das der erste Teil 5 und der zweite Teil 3 Jahre am Buckel hat.

Was GoW auch hat ist eine sehr heftige Brutalität, die aber insofern nicht so schlimm wirkt, da die Gegner allesamt mythologische Wesen (Minotauren, Gorgonen, Sirenen, untote Krieger) sind und man somit doch etwas Distanz erhält. Das ist jetzt sicher keine Ausrede, eine 18er Wertung hat das Spiel zurecht, aber man muss es doch anders sehen als aktuelle Shooter und gegen Brutalität habe ich (wenns nicht zu heftig wird oder zu unmenschlich wird) eigentlich nichts. Trotzdem würde ich das Spiel nicht gerade meinen zukünftigen Kindern geben, die sollen die Legoreihe spielen.

Alles in allem aber eine absolute Empfehlung, an alle die die Sandalenfilme von Ray Harryhausen (und da vorallem Kampf der Titanen) , griechische Tragödien (nein, kein Insolvenzrecht) und Actionspiele stehen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.