Archiv für Mai, 2010

Der tägliche Song #27 Max Herre/Freundeskreis Special

Posted in Musik on Mai 31, 2010 by Lorenz

In der letzten Zeit war diese Rubrik ja nicht unbedingt von langen Essays über das jeweilige Lied gesegnet. Diesem Lied, oder besser gesagt diesem Künstler möchte ich doch mit einem etwas längeren Text meine Ehre erweisen.

Max Herre ist einer der wichtigsten Künstler in meinem bisherigen Leben gewesen. Als ich 99 das erste Mal Esperanto gehört habe (damals noch auf MTV), war ich einerseits von der Bildsprache des Videos als auch vom Text überrascht. Es mussten 2 Jahre vergehen um dann endlich tatsächlich auch die CD mein eigen zu nennen. Ja ich sage CD, denn damals habe ich mir noch CDs gekauft und diese war eine von diesen, die in meinem Discman solange gelaufen ist bis sie Abnutzungserscheinungen hatte. Natürlich habe ich mir dann auch die Quadratur des Kreises geholt, das erste Album, dass ich mittlerweile besser finde.

Für mich ist die Freundeskreis eher sehr konsistent und ich kann sehr schwer sagen, welches Lied von welchem Album ist, da ich beide sehr zeitnahe gekauft habe, insgesamt war das auch nicht so schlimm, da Esperanto in Wahrheit nichts anderes als eine konsequente Weiterführung von Der Quadratur ist. Zwischendurch gab es ein FK Allstar Album, ein Liveprojekt, meine einzige Lücke.

2004 kam dann das Soloalbum, eine Art Bindeglied zwischen Freundeskreis und dem jetztigen Max Herre. Noch immer ein paar Hiphop Sachen, aber wesentlich reduzierter und auf eine gewisse Art frischer als das, was damals so als HipHop alles verkauft wurde. Gleichzeitig gab es aber auch Lieder, auf denen Max hauptsächlich singt. Diese Lieder haben damals das Album für mich zu einem sehr wichtigen Album gemacht.

Insgesamt ein wunderbares Album, dass sich in den Herbst 04 als sehr angenehmen Soundtrack einfügt, weshalb mit immer ein Lied von ihm in den Sinn kommt, wenn ich an diese Zeit zurück denke.

Wieder 5 Jahre später, 2009 kam Ein geschenkter Tag raus. Ich hab mir das Album am Erstverkaufstag geholt, habe reingehört und gemerkt, das aus dem Lyricist Max der ernstzunehmende Liedermacher Max Herre geworden ist. Und gerade das macht alle 4 Alben so wunderschön, obwohl ich die FK Zeit eher als Ganzes sehe.

Weil eben immer dieser 5 Jahres Zwischenraum ist, kam jedes Album für mich zu komplett anderen Zeiten. 99-04, eine Zeit wo HipHop eines meiner Lieblingsgenres war, 2004-2009 als HipHop noch immer gerne gehört war, aber langsam durch andere Genres vertrieben wurde, und 2009- eine Zeit in der ich immer mehr deutschsprachige Musik höre und ich Sängern wie Bob Dylan nicht mehr so abgeneigt bin wie früher.

Ich bin gespannt was 2014 kommt.

Unknown Soldier 19#

Posted in Allgemeines on Mai 30, 2010 by austrofrenchie

Tjaja, der unbekannte Soldat. Immer wieder eine große Freude, ein Heft davon in den Händen zu halten. Tja und nuns sinds nur noch ein paar Ausgaben bis zum Ende [was übrigens laut Joshua Dysart (Quelle: Facebook) eine persönliche Entscheidung war, das Ende war schon länger geplant]. Wieder mal hat mich diese Ausgabe begeistert.

Der Grad zwischen Gesellschaftskritik und Belehrung ist sehr, sehr schmal. Woran misst man den Unterschied? An Unknown Soldier. Spaß. Aber belehrt fühle ich mich beim Lesen en nie- eher auf das Offensichtliche und Altbekannte hingewiesen. Wäre es nicht halb so gut verpackt wie hier, würde ich die Verarbeitung des Themas wohl als eher heuchlerisch empfinden. Aber hier ist es einfach nicht so.

Unknown Soldier verbindet politische Brisanz und exzessive, trashige Gewalt- eine provokante Mischung. Vielleicht zu viel für gewisse amerikanische Leser. Tja aber die Formel wirkt. Und da kann ich sogar Dysarts Entscheidung verstehen, der Serie ein frühzeitiges Ende zu bereiten. Ich mein, wenn die Machenschaften von Bussinessmännern und Politikern in Bezug auf Waffenhandel denunziert werden (ich hab lang nachgedacht ob ich Dysart mangelnde Originalität für das Thema vorwerfe, habs dann aber wieder verworfen) und gleichzeitig Szenen Michael Bayschen Ausmaßes ablaufen, dann finde ich das cool. Es ist roh, hart, unbarmherzig. Und wahr.

Tja und Ponticellis visueller Orgasmus ist natürlich auch nicht zu verachten. Jedes Mal aufs Neue wirft mich dieses wunderbar strukturierte, kantige Stil um, mit dieser Koloration ist einfach Wahnsinn. Aus erzählerischer Sicht hälts fast mit Dysarts wundervoller Prosa mit, wenn es darum geht, den mechanischen Ablauf des Krieges darzustellen. Der Fluss ist einfach unglaublich, es geht Schlag auf Schlag, bis dann alles kurz stoppt und ich einfach mal kurz den Atem anhalte . Das ist sequenzielle Kunst die Geschwindigkeit transportieren kann, aber auch so viele andere Sachen.

Der „Protagonist“ selbst hat sich auch gewandelt, nur leider lässt mich das auf ein Ende der Serie schließen, das mir ganz und gar nicht gefällt. So finde ich, ist es eine gute und interessante Entwicklung.

Ein bissel seicht wirds nach ein paar Seiten schon, aber Ponticelli. Und die Geschichte selbst kommt voran. Und das muss sie ja schließlich auch.

Tja und dann gibts noch die Tolle Kolumne von Dysart über Hexenverfolgung (ein Thema im letzten Arc, das sehr dramatisch gipfelte), die das ganze abrundet. Und endet so, dass auch die nächste Ausgabe wohl großartig wird, die diese Woche erschienen ist.

10/10

Der tägliche Song #26 Peter Nalitch/Lost And Forgotten

Posted in Musik on Mai 30, 2010 by Lorenz

Eigentlich sollte ja Lena drankommen, aber dieses Lied ist einfach zu genial und darf nicht vergessen werden.

btw mir gefällt das hier viel besser

Marvel Max 31: Marvel Zombies 3

Posted in Allgemeines on Mai 29, 2010 by austrofrenchie

Ich glaube einen Panini-Comic habe ich im Blog noch nie reviewt. Das liegt wohl daran, dass ich keine mehr kaufe. Diesen Comic hier habe ich geschenkt bekommen und hätte ihn so wohl auch nie gekauft. Wobei ich zu meiner Überraschung auf den 100 Seiten echt gut unterhalten wurde.

Marvel Zombies ist ein witziges Konzept. Ich habe zwar die ersten zwei Mini-Serien davor nicht gelesen, werde mir das aber möglicherweise nachholen. Im dritten Volume von Marvel Zombies hat eine Seuche aus einer Parallel-Erde das 616-Universum erreicht und wütet nun in den Sümpfen von Florida. Die geheime Organisation A.R.M.O.R, die sich um Angelegenheit bezüglich Parallel-Welten kümmert, schickt kurzerhand zwei Superhelden der Initiative, Machine Man und Jocasta auf die Zombie-Erde, um eine Blutprobe zu holen, mit der das Serum gegen das Virus entwickelt werden kann.

Anfangs war die Story eher unauffällig, da bestachen aber die tollen Bilder von Kev Walker (bekannt geworden als Illustrator von Magic-Karten), die aber im Verlauf der Mini noch viel besser werden. Doch spätestens als die Protagonisten in die Parallel-Welt eintreffen und sich herausstellt, dass A.R.M.O.R (man ich liebe diese Akronymen) unterlaufen ist, wirds richtig, richtig spaßig.

Machine Man und Jocasta fand ich als Figuren sehr gut gewählt, als Roboter sind sie natürlich immun gegen die Seuche, aber sie sind wirklich interessante Figuren. Beide wirken eigentlich sehr menschlich,  Machine Man versucht zwanghaft gelaubwürdig zu sein durch betonte Coolness und Zynismus und Jocasta will sich diesen Aspekt von sich nicht eingestehen und gibt sich betont roboterhaft.

Die Zombies an sich sind echt witzig und der Band liefert ein paar echt witzige Momente. Ansonsten wird hier nicht mir Blut und Splatter gespart und Haudrauf gibts natürlich auch. Da gibts nix zu meckern und der Kampf selbst hat auch ein paar nette Wendungen.

Eigentlich hat mich nur eine Sache gesört: auf der Parallel-Welt haben nur Superwesen überlebt, dennoch ist der Kingpin noch da. Das fand ich etwas dumm, da er ja kein richtiges Metawesen ist.

Die Review ist diesmal erstaunlich kurz ausgefallen, dennoch möchte ich euch alle zum Kauf dieses Band raten. Er ist wirklich unterhaltsam und richtig gut gezeichnet. 8/10

Mirror’s Edge

Posted in Games, Review on Mai 29, 2010 by Lorenz

Vor wenigen Monaten habe ich mit einem Spieleverkäufer über innovative Spiele geredet. „Innovative Spiele gibts nicht mehr, dass sind ALLES nur noch Fortsetzungen“ usw. Es ist nun seltsam ein Spiel zu reviewen, dass sich in so vielen Dingern von seinen Genre Konkurrenten unterscheidet und so innovativ ist, dass es gleich mehrere Preise bekommen hat, aber trotzdem von der großen Masse kaum angenommen wurde.

Mirror’s Edge wirkt auf dem ersten Blick nicht besonders. Ego Perspektive, man kann Waffen bedienen, klingt nach einem Egoshooter. Nur das ist es gerade nicht. Ich würde es als Jump ’n Run mit anderer Perspektive bezeichnen und falsch liege ich da sicher nicht. Und anders als die meisten Jump ’n Runs verzichtet Mirror’s Edge komplett auf knuddlige Elemente.

Im Gegenteil, die Stadt in der ME spielt ist steril, es gibt selbst auf den Straßen kaum Leute, die vorherrschende Farbe ist weiß. Farben und die gibt es dann manchmal was, sind Signalfarben, und ein wichtiger Teil des Gameplays aber dazu später mehr. Wir befinden uns in Mitten einer komplett kontrollierten Stadt, wie es dazu kam wird nicht erzählt, es gab blutige Aufstände, aber die sind sicher schon 10 Jahre her.

In dieser Welt lebt Faith, sie ist ein Runner und damit auf den Dächern der Stadt zuhause und übernimmt Botendienste für Kunden. Da aber Botendienste mit der Zeit langweilig werden, beschäftigen wir uns eher mit einer Verschwörung. Diese führt uns quer durch die Stadt, durch U-Bahnen, auf Kräne und sehr oft auf Baugerüste.

Und dabei ist eines Pflicht und zwar das Nutzen der Umgebung, kein Zaun ist mehr ein Hindernis, man springt locker über ihn drüber. Lüftungsschächte werden benutzt als wären es Hauptverkehrsstraßen, der Ausblick von über 100m über den Boden schockt eigentlich auch nicht mehr.

In der realen Welt würde man den Sport den Faith betreibt Parcours nennen. Ich habe zum Launch des Titels eine Dokumentation gesehen und war ziemlich beeindruckt. Natürlich sind die Gesetze der Physik im Spiel etwas verbogen, denn manche Moves von Faith wirken doch sehr überzogen, aber anders würde das Spiel sonst auch nicht funktionieren.

Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, über 9 unterschiedliche Levels steuert ihr Faith und von Level zu Level merkt man, wie man immer vertrauter mit der Steuerung wird. Denn ohne einer guten Bedienung könnt ihr das Spiel gleich vergessen. Ihr müsst wie schon oben erwähnt die Umgebung nutzen und euch dann den leichtesten Weg, den Weg mit der geringsten Gegnerdichte oder den Weg zum nächsten Gebäude bahnen. Und hier kommen dann die Signalfarben ins Spiel.

Spielt ihr das Spiel auf normal oder leicht, dann wird euch der beste Weg in rot angezeigt. Ihr müsst ihn nicht nehmen, es ist aber für eure Spielfigur gesünder, wenn ihr ihn nehmt. Im schweren Modus gibts diese Hilfe nicht mehr, trotzdem wirkt dieses rot weder überzogen noch Fehl am Platz, im Gegenteil es bringt einen sehr stylishen Faktor ins Spiel.

Welchen Schwierigkeitsgrad ihr nehmt ist egal. Bei leicht sind die Gegner leichter zu besiegen, bei normal habt ihr die Vorteile von leicht und schwerere Gegner und bei schwer gibts harte Gegner und keine Hilfe mehr bei der Umgebung. Ich habs auf leicht durchgespielt, weil mir die Gegner wahnsinnig auf die Nerven gegangen sind. Gerade wenn man es geschafft hat in diesen „Flow“ zu kommen und man wirklich mit der Umgebung spielte, kamen die Gegner und das Spiel begann einen zu hetzen. Da mir dies nach einiger Zeit das Spiel ziemlich vermiest hat, habe ich dann auf leicht umgestellt. Um ehrlich zu sein, hat sich das Gegnerverhalten trotzdem nur marginal verändert.

Frustige Passagen gibts aber auch ohne Gegner genug. So habe ich bei einer Passage mehr als eine Stunde gehangen, um es dann in einem Rutsch zu schaffen, aber manche Momente haben sich wirklich wie Spielstreckung angefühlt. Das ist auch nötig, denn das Spiel ist sehr kurz, ich habe trotz der einen Passage knapp 8h gebraucht, wenn also jemand beim ersten Mal alles richtig macht und sich Zeit lässt, schafft er das Spiel trotzdem noch in 6h. Das ist schade, weil dann im letzten Level ist man drinnen und spielt sehr gut, aber dann ist es leider schon vorbei.

Trotzdem ist Mirror’s Edge wirklich einen Blick darauf wert, man findet es eigentlich heute schon sehr billig, bei amazon selten teurer als 15€, ich habe bei ebay 10€ gezahlt, das ist ja eigentlich wirklich nicht viel, und für dieses Geld ist dann auch die sehr kurze Spielzeit nicht schlimm.

Der tägliche Song #25 Ash/There’s a Star

Posted in Musik on Mai 29, 2010 by Lorenz

Ash ist meiner Ansicht nach eine sehr unterschätze Band. Viele kennen sie gar nicht und von jenen die sie kennen habe ich schon viel abschätziges gehört. Dabei haben sie zumindest auf Free All Angels wirklich sensationell gespielt

Der tägliche Song #24 Justice/DVNO

Posted in Musik on Mai 28, 2010 by Lorenz

Wieder ein bisschen Dance, diesmal von der französischen Gruppe Justice, die ich noch immer für Daft Punk halte