Unknown Soldier 19#


Tjaja, der unbekannte Soldat. Immer wieder eine große Freude, ein Heft davon in den Händen zu halten. Tja und nuns sinds nur noch ein paar Ausgaben bis zum Ende [was übrigens laut Joshua Dysart (Quelle: Facebook) eine persönliche Entscheidung war, das Ende war schon länger geplant]. Wieder mal hat mich diese Ausgabe begeistert.

Der Grad zwischen Gesellschaftskritik und Belehrung ist sehr, sehr schmal. Woran misst man den Unterschied? An Unknown Soldier. Spaß. Aber belehrt fühle ich mich beim Lesen en nie- eher auf das Offensichtliche und Altbekannte hingewiesen. Wäre es nicht halb so gut verpackt wie hier, würde ich die Verarbeitung des Themas wohl als eher heuchlerisch empfinden. Aber hier ist es einfach nicht so.

Unknown Soldier verbindet politische Brisanz und exzessive, trashige Gewalt- eine provokante Mischung. Vielleicht zu viel für gewisse amerikanische Leser. Tja aber die Formel wirkt. Und da kann ich sogar Dysarts Entscheidung verstehen, der Serie ein frühzeitiges Ende zu bereiten. Ich mein, wenn die Machenschaften von Bussinessmännern und Politikern in Bezug auf Waffenhandel denunziert werden (ich hab lang nachgedacht ob ich Dysart mangelnde Originalität für das Thema vorwerfe, habs dann aber wieder verworfen) und gleichzeitig Szenen Michael Bayschen Ausmaßes ablaufen, dann finde ich das cool. Es ist roh, hart, unbarmherzig. Und wahr.

Tja und Ponticellis visueller Orgasmus ist natürlich auch nicht zu verachten. Jedes Mal aufs Neue wirft mich dieses wunderbar strukturierte, kantige Stil um, mit dieser Koloration ist einfach Wahnsinn. Aus erzählerischer Sicht hälts fast mit Dysarts wundervoller Prosa mit, wenn es darum geht, den mechanischen Ablauf des Krieges darzustellen. Der Fluss ist einfach unglaublich, es geht Schlag auf Schlag, bis dann alles kurz stoppt und ich einfach mal kurz den Atem anhalte . Das ist sequenzielle Kunst die Geschwindigkeit transportieren kann, aber auch so viele andere Sachen.

Der „Protagonist“ selbst hat sich auch gewandelt, nur leider lässt mich das auf ein Ende der Serie schließen, das mir ganz und gar nicht gefällt. So finde ich, ist es eine gute und interessante Entwicklung.

Ein bissel seicht wirds nach ein paar Seiten schon, aber Ponticelli. Und die Geschichte selbst kommt voran. Und das muss sie ja schließlich auch.

Tja und dann gibts noch die Tolle Kolumne von Dysart über Hexenverfolgung (ein Thema im letzten Arc, das sehr dramatisch gipfelte), die das ganze abrundet. Und endet so, dass auch die nächste Ausgabe wohl großartig wird, die diese Woche erschienen ist.

10/10

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: