God of War I und II


Dieser Artikel wird sich mit den ersten beiden Teilen, beide auf der PS2 und neuerdings auch auf der PS3 erschienen, beschäftigen. Der dritte Teil wird in einem eigenen Artikel behandelt, dazu muss ich es aber zuerst durchspielen.

Kratos ist ohne Zweifel einer der spannensten neuen Protagonisten eines Videospiels der letzten Jahre. Kein farbloser Wischiwaschi Held, mit dem Mann sich nicht identifizieren kann. Ein tragischer Held mit dem man sich nicht identifizieren will. Und wer God of War I spielt, der wird dank ihm einige schlaflose Nächte verbringen.

Seine Familie getötet irrt er im ersten Teil durch ein mythologisches Griechenland, mit dem es (typisch Griechenland) im argen steht, umher und erfüllt Aufträge für die Götter. So kämpfen wir anfangs gleich im Tutorial gegen die Hydra und führen sie zu einem unschönen Ende. Im Laufe einer sehr spannend erzählten Story werden wir mit Hilfe der anderen Götter (allen voran Athene) einen Gott töten. Welcher das ist, dass ist keine große Überraschung, genauso wie der Rest der Geschichte, die einfach, linear und komplett ohne Überraschungen präsentiert wird. Man schnetzelt sich einfach durch ganz Griechenland. Das ist eigentlich auch nicht schlimm, denn gerade dieser Umgang damit macht einen wesentlich Faktor des Spielspaß aus.

Man setzt auf Gameplay, auf schwere Rätsel und auf die Geschichte, die eine möglichst dichte Welt darstellt. Freiheit im Lösungsweg gibt es nicht. Man macht es so wie die Entwickler wollen, oder gar nicht. Eigentlich eine wunderbare Abwechslung zu den immer häufiger vorkommenden Sandkastenspielen. Gleichzeitig aber manchmal auch etwas frustig, da perfektes Timing verlangt wird. Aber da die Steuerung wirklich sehr eingängig ist, ist es niemals unmöglich geschweige denn unfair. Das Spiel verlangt halt etwas von einem, mittlerweile sicher nicht mehr die Regel.

Wenn man mit dem ersten Teil fertig ist, dann will man eigentlich sofort den 2. Teil spielen und man sollte es auch, denn der Lob den ich für den ersten Teil schon ausgesprochen habe könnte ich hier nocheinmal 1:1 wiederholen. Da dies langweilig wäre, sage ich einfach, dass Kratos Geschichte konsquent weiterzählt wird und man in der Steuerung zaghafte Verbesserungen gemacht hat.

Was aber GoW II hat, ist eine, für PS2 Verhältnisse, sensationelle Grafik. Die Schwäche der Konsole war damals die Grafik, sowohl GoW I als auch GoW II haben aber eine großartige Grafik, die selbst die Wii heute nur selten erreicht. Sicher, matschige Texturen und durch die HD Qualität der heutigen Konsolen lassen die Grafik vielleicht etwas verblassen, aber man sollte immer im Hintergrund haben, das der erste Teil 5 und der zweite Teil 3 Jahre am Buckel hat.

Was GoW auch hat ist eine sehr heftige Brutalität, die aber insofern nicht so schlimm wirkt, da die Gegner allesamt mythologische Wesen (Minotauren, Gorgonen, Sirenen, untote Krieger) sind und man somit doch etwas Distanz erhält. Das ist jetzt sicher keine Ausrede, eine 18er Wertung hat das Spiel zurecht, aber man muss es doch anders sehen als aktuelle Shooter und gegen Brutalität habe ich (wenns nicht zu heftig wird oder zu unmenschlich wird) eigentlich nichts. Trotzdem würde ich das Spiel nicht gerade meinen zukünftigen Kindern geben, die sollen die Legoreihe spielen.

Alles in allem aber eine absolute Empfehlung, an alle die die Sandalenfilme von Ray Harryhausen (und da vorallem Kampf der Titanen) , griechische Tragödien (nein, kein Insolvenzrecht) und Actionspiele stehen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.

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