Oblivion, ein Review


The Elder Scrolls,ein Sandkastenspiel, bei dem man in die Welt geworfen wird und dann komplett allein gelassen wird. In Morrowind wird man auf eine Insel verbannt, man kann sehr schnell ein paar Quests machen wird eine lange Zeit Spaß haben, bis der Moment da ist, wo man sich nur denkt: Ok jetzt reichts . Denn irgendwann wird die Welt eintönig, die Quests wiederholen sich und man will eines und zwar runter von der Insel. Mir ist das bei gefühlten 200sten Sandsturm passiert, den ich durchlaufen habe. Oder vielleicht waren es auch die gefühlten 5 Stunden Suche nach einer Höhle, wo ich dann 20 Sekunden später von einer Horde Skelette angegriffen wurde und starb. Ich weiß es nicht mehr, auf jeden Fall habe ich das Hauptquest niemals durchgespielt ich habe trotzdem das Gefühl gehabt genug gesehen zu haben.

Oblivion, der Nachfolger macht es ein bisschen anders. In einem ca. 20 Minuten dauernden Tutorial bekommt ihr vom König höchstpersönlich den Auftrag ganz Tamriel (so heißt der Kontinent zu retten), der wird kurze Zeit abgeschlachtet und hat aber noch einen unehelichen Sohn blablablabla. Wie ihr merkt, die Story ist voller Klischees und es wird nicht besser, eher im Gegenteil, man fühlt sich bei der Hauptstory wie in einem schlechten Fantasyroman der von Kapitel zu Kapitel schlechter wird. Einige Momente sind geil, aber der Großteil ist einfach nur urks.

Um einiges besser macht es Oblivion eigentlich mit den Sidequests, da kann es schon sein, dass man sich am Abend um 8 Uhr hinsetzt und beginnt und um 1 Uhr die Konsole abdreht und man sich zufrieden ins Bett legt, weil man in den vergangenen 5 Stunden eine wunderbare Geschichte erlebt hat, die einem quer durch Cyrodil (so heißt die Provinz) geführt hat, die einem anfangs nur Kräuter suchen hat lassen und man beim Tod eines Vampirfürsten endet. Gleichzeitig gibt es Quests, die so kurz sind, dass man sie in einer Lernpause von 30 Minuten abschließen kann.
Und das macht den Flair von Oblivion aus, durch die unglaubliche Freiheit kann man verschiedene Wege gehen, man erstellt sich mal 4 neue Charaktere und erlebt 4 komplett andere Spiele. Wenn man mal den Tutorial (das passenderweise in einem Gefängnis spielt) entkommen ist, dann steht einem alles offen. Man kann die Welt zu Fuß, mit dem Pferd oder aber mittels einer Schnellreisefunktion auch gar nicht erkunden. Vorallem letztere ist aber trotzdem recht sinnvoll, da man so innerhalb von 5 Sekunden den ganzen Kontinent durchquert hat. Man verpasst halt viele Möglichkeiten sich aufzuwerten, aber man erlebt eine stringente Story ohne langweilige Durststrecken dazwischen. Puristen werden sie niemals verwenden, ich selber habe mich anfangs gesträubt nach 20 Stunden habe ich sie trotzdem verwendet.

Man kann sogar Vampir werden, manchmal sogar komplett überraschend. Mein Charakter kehrt in eine Herberge ein und legt sich dort ins Bett. Mitten in der Nacht wird die Ruhefunktion gestoppt und es steht, dass ich von nun an ein Vampir sei. Das ist zwar im ersten Moment befremdlich, aber das Aussaugen von NPC ist witzig und man kann auch geheilt werden um dann wieder als stolzer Recke durch die Lande zu reiten. Ob man das will ist eine andere Frage, denn Vampire sind, wenn man jeden Tag einen kleinen Snack zu sich nimmt, eigentlich sehr stark und recht gut integriert.

Leider gibts viele Sachen die stören. Die Grafik ist zwar imposant, die Oberwelt ist vielfältig und gut gemacht, Verliese und Häuser sind aber immer gleich aufgebaut und hat man eines gesehen, dann kennt man auch alle. Was aber furchtbar ist ist das Kampfsystem. Während das im Nachfolgerspiel Fallout 3 sehr gut gelöst ist, kann es hier der Fall sein, dass man trotz toller Waffen, guten Zaubersprüchen und eigentlicher Überlegenheit nicht überlebt. Das liegt einerseits daran, dass die Gegner sich der Stufe anpassen und andererseits, weil es im Echtzeitkampf gegen vier, fünf Gegner unglaublich unübersichtlich wird und der starke Feuerball gegen die Wand fliegt. Das ist nicht nur ärgerlich sondern auf Dauer auch extrem frustrierend. Vorallem das anpassen der Stufe macht das Spiel aber auch unendlich unlustig. So kann es passieren, dass man wenn man ein eher passiver Spieler ist, der sich hauptsächlich dadurch behilft, dass er starke Gifte braut und dadurch die Gegner mit wenigen Schlägen tötet später kaum eine Chance hat, weil die Gegner so stark werden das man kaum Möglichkeiten hat überhaupt einen Treffer zu landen.

Alles in allem kann ich Oblivion allen empfehlen, die Morrowind mochten, sich aber an der eintönig roten Welt sattgesehen habe und jetzt eine eher schöne Natur sehen wollen. Auch Leute die ein Highfantasysetting mögen ist das Spiel ans Herz zu legen. Alle andere sollten gleich Fallout 3 spielen, ein deutlich besseres Spiel, mit der gleichen Engine und vielen Ideen aber mit deutlich mehr Motivation und spannenden Momente.

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4 Antworten to “Oblivion, ein Review”

  1. Tyler Durden Says:

    Ich seh Morrowind als ein wesentlich schönderes Spiel mit wesentlich mehr Atmo. Es hatte mehr Quests udn mehr Freiheiten. Die HQ ist an epischkeit nicht zu überbieten was am genialen aufbau liegt (schade das du es nicht durchgespielt hast), da kann auch Oblivion mit der schnieken Grafik nicht mithalten.
    Die Quests inOblivion waren oft wirklich sehr schön, auch bei den Gilden. Allerding hatte ich Oblivion mit Gilden in 20-30 Stunden durch, bei Morrowind zocke ich schon sehr sehr lange, bestimmt über 60-70 Stunden an einem Charakter. Dazu noch zwei Klasse Add-Ons (gut Shivering Isles das Add-On zu Oblivion war auch klasse) an denen man auch nochmal ordentlich Zeit verbringne kann. Oblivion hatte 4 Gilden, Morrowind hatte mindestens 13 von denen mindestens 10 länger sind als jede Oblivion Gilde.
    Die Story in Morrowind ist klar auch besser, was auch daran liegt das hier nicht synchronisiert wurde sondenr man lesen musste. So hatten die Entwickler mehr SPielraum wirklich gute Geschichtne zu erzählen.
    Und eintönig fand ich Morrowind gar nicht. Es gibt auch heier sehr ruhige schöne regionen, allerdings ist das meiste wirklich von den Sandstürmen geplagt, was ja auch mit der HQ zu tun hat.
    Außerdem konnte man auch in Morrowind Vampir werden, es war nur wesentlich schwerer. Allgemein war Morrowind wesentlich fordernder.
    Das Kämpfen in Oblivion hat dafür mehr Spaß gemacht muss ich sagen, besonders das schnelle Wechseln von Zauber zu Waffe fand ich gut, und ich werde es bestimmt mal wieder spielen mit einem Kriegsmagier wenn ich mal einen neuen PC kaufe.
    Und wie man lesen konnte: Für mich ist Morrowind klar das besser Spiel, und das was du von den 4 CHarakteren und 4 SPielen schreibst das trifft auch auf Morrowind zu.

    • Das stimmt schon, trotzdem hat mich dieses ewige Rot in der Mitte der Karte extrem angepisst. Außerdem waren viele Quests sehr ähnlich aufgebaut. Bei Oblivion ist das schon besser, richtig gut machts aber erst F3, und wie ich schon im Podcast gesagt habe ist dies das beste Spiel. Mich hat die HQ gelangweilt und das Lesen war überhaupt eine Sache für sich. Am PC ist das kein Problem, da kann man gut und gerne auch eine halbe Stunde sitzen und das Lesen, auf einem LCD geht das auch am Röhrenfernseher damals war es eine einzige Qual. Durch die geringe Auflösung ist es aber auch heute nicht viel besser. Morrowind ist sicher kein schlechtes Spiel, ist aber für eine eigene Klientel gemacht, Oblivion ist da eher schon für ein Mainstreampublikum und F3 ist absolut großartig. Das schöne an Bethesda ist, dass da eine deutliche Steigerung von Spiel zu Spiel zu sehen ist.

  2. Tyler Durden Says:

    Um Fallout 3 als das beste zu beurteilen muss ichs erstmal durchspielen, bisher finde ich aber klar Morrowind besser, ist auch schwer das bei mri zu schlagen^^
    ich bin ja mal gespannt auf das nächste The Elder Scrolls Game. Hoffentlich mit Fallout 3 mäßigen Perks (die finde ich sind eine Klasse erweiterung des Level Up Systems).
    Das was man bisher so gehört hat lässt darauf schließen das sie es wieder mit mehr Atmosphäre machen wollen und hier wieder mehr in Richtung Morrowind gehen wollen. Haben sie ja auch schon mehr mit SHivering Isles gemacht. Dazu dann noch das bessere System von Fallout 3 und wow das könnte wirklich ein Hammer Game werden.

    • wobei ich bezweifle, dass das System von F3 übernommen wird, das ist halt Fallout spezifisch und war schon vor zu Interplay Zeiten da und scheint einfach eine Hommage daran zu sein. Besser wäre es aber auf jeden Fall.

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