Beasts of Burden


Diese vierteilige Mini ist jetzt schon ein paar Monate alt,aber aus diversen Gründen habe ich erst jetzt wirklich Lust ein Review zu schreiben. Aus diesem Grund bespreche ich in diesem Artikel die ganze Mini.

Der Aufhänger dieser Mini war meiner Meinung nach bei den Preview so großartig, dass ich mir die Mini geholt habe. Wie sehr ich das im Laufe der Hefte bereut habe erfahrt ihr nun hier. Beginnen wir nun mit dem Aufhänger: Die Idee ist einfach und ziemlich ausgeklügelt. Ein paar Tiere erleben unheimliche Erlebnisse und lösen sie dann in typischer Akte X Manier. Das ganze hat aber gleichzeitig einen H.P. Lovecraft Touch, weshalb ich mich irgendwie doch angesprochen fühlte. Das Problem ist, dass der Aufhänger keinesfalls vier Hefte trägt. Das erste war gut, nichts besonderes unter den vielen Comics, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, aber auch kein kompletter Reinfall. Lesenswert, richtig übel wirds erst ab der 2. Geschichte. Einfach weils unlogisch bis zum geht nicht mehr wird. Kleine Zusammenfassung: Die Gang versucht zwei Welpen zu finden, ihre Spur endet an einem kleinen Weiler im Wald, sie beschwören die Geister der Welpen, diese zerfleischen den Hundemörder indem sie in die Körper von anderen Hunden eindringen und die Mutter die, die Suche veranlasst hat stürzt sich in den Weiler. So weit so gut, jetzt beginnt der Mist. Ein Panel zeigt dann einen Zeitungsausschnitt: Was erwartet würde man sich erwarten, wenn man einen Jungen zerfleischt in seinem Zimmer vorfindet, umgeben von lauter Hundeknochen? Ich würde mir erwarten: „Junge in seinem Zimmer zerfleischt und umgeben von Hundeknochen vorgefunden“, was erwartet sich Evan Dorkin, der Autor, in seiner unglaublichen Tierliebe…. „Verschwundene Hunde haben etwas mit dem Tod des Jungen zutun“ Ok, nichtmal in der NÖN ist das Verschwinden von Hunden eine Meldung wert. Ist jetzt vielleicht nicht wichtig, zerstört aber den Suspense, der sich in der Ausgabe aufgebaut hat innerhalb von Sekunden.
Ausgabe 3 ist meiner Meinung nach unlesbar, weil langweilig ohne Ende und Ausgabe 4 ist zwar wieder einen Ticken besser,aber in Wahrheit auch nichts, worauf man stolz sein könnte. Und das nicht zuletzt, weil es Dorkin schafft in vier Heften viermal die gleiche Geschichte zu schreiben, die über das Schema F nicht hinaus kommt. Ein paar kurze Witzdialoge, irgendjemand der Hilfe braucht, eine Gefahr die nicht umschrieben werden kann und dann die Rettung durch die Beast of Burden. Das Ende hat dann immer diesen moralischen Unterton.
Was mir gut gefallen hat, war das Artwork, vorallem weil Jill Thompson eine gute Mischung aus Details und Stilisierung beherrscht. Das ist einfach toll.

Ansonsten keine Empfehlung, anfangs wusste ich nicht, ob die Erwartungshaltung zu hoch war, aber jetzt mit ein bisschen Abstand und einem zweiten Anlauf weiß ich, dass es einfach keine gute Serie ist. Schade drum, aber Jill Thompson sollte man im Auge behalten, großes Talent.

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