US-Reviews


Es gibt Tage, an denen würde ich gerne komplett aufhören, Comics zu lesen und meine gesammte Sammlung verschenken. Und manchmal setze ich mich dann hin, lese, und bin von mir selbst enttäuscht, weil ich auch nur eine Sekunde daran gedacht habe, das Comiclesen aufzugeben. Einer dieser Tage war vorletzter Mittwoch, an dem ich Invincible 70#, Daytripper 3# und The Great Unknown 2# gelesen habe.

Invincible 70#:

Vor ein paar Tagen habe ich die erste Ultimate Collection von Invincible besprochen, aber eigentlich war das erste, was ich von der Serie gelesen habe, die 69# aus dem letzten Dezember. Das ist aber eher in meinem Gedächtnis untergegangen, weil der 24. Dezember auch der Tag war, an dem ich mir mein erstes Unknown Soldier-Heft gekauft habe. Jedoch hat mich dieses sehr gut unterhalten, zugegebenermaßen auch mehr als das erste Hardcover. Daraufhin habe ich die Serie fürs Erste mal in die Pull-List genommen.

Dieses Heft war ein Genuss. Diese Ausgabe hat mir richtig, richtig gut unterhalten. Da kommt mein inner Fanboy zum Vorschein und ich möchte eigentlich jede Szene die mich umgehauen hat aufzählen. Ein bisschen mehr möchte ich allerdings darauf eingehen.

Zu allererst hat mir die Interaktion zwischen dem Superheldenteam, dem Mark angehört, richtig gut gefallen. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Team, dass gut zusammenarbeitet. Schon in der letzten Ausgabe haben sie mir durch ihr Auftreten und ihrem durchdachten Vorgehen gefallen. Mal sehen, was von ihnen noch so zu sehen sein wird.

Bei meiner Review der Ultimate Collection erwähnte ich, dass mich Mark als Charakter eher gelangweilt hat. In dieser Ausgabe wird er allerdings richtig interessant. Eigentlich passiert mit ihm das, was mit zum Beispiel Spider-Man schon vor langer Zeit passieren hätte sollen. Da zeigt Robert Kirkman, dass er dem Anspruch gerecht wird, eine der realistischsten Superheldenserien zu schreiben, die auf dem Markt ist. Seine Figuren  agieren absolut glaubwürdig und wirken menschlich und greifbar.

Das Artwork von Ryan Ottley ist auch großartig. Er ist zweifelsohne einer der besten Künstler der Szene. Sein rundes Artwork wirkt sehr plastisch und die Action-Szenen gestaltet er einfach bombastisch. Die Optik von Invincible ist einfach geil, die Farben von FCO Plascencia passen auch richtig gut.

Hier stimmt einfach alles.

10/10

Manche Cover sind simpel aber trotzdem einfachttps://comiclounge.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&post=592h genial, so wie dieses hier:

Gott, ich liebe Duncan Rouleau. Dieses Heft strotzt nur so von Wortwitz, kreativen Ideen undvor allem tollem Artwork. Das letzte Heft war schon der Inbegriff von grandios, und hier wird nochmal um einiges nachgelegt. Die Story entwickelt sich immer besser, langsam wird die große Verschwörung hinter dem Ganzen aufgedeckt und der Protagonist ist immer noch sehr interessant.

Mir gefällt hier einfach alles. Die dichte paranoide Atmosphäre, unterstützt durch die graublauen Farben, zieht einen regelrecht in den Bann der Story, die total natürlich vor sich hinschreitet und immer interessanter und einlullender wird, mit jeder Seite.

Ich liebe es, wie Rouleau auf die Psyche von Zach eingeht, die Hoffnungslosigkeit und die Wut ist richtig zu spüren. Ich mag diesen Charakter einfach, er ist eines der sympathischsten Unsympathler in US-Comics, die ich gesehen habe. An ihn kommt höchstens Jack Knigt aus Starman heran.

Die Zeichnungen sind wundervoll, durch das Zusammenspiel von Rouleaus graphischen Ideen, der blassen Farben und des emotionsgeladenen und aussagekräftigem , aber doch sehr cartoonigen Artwork taucht man ab in die verträumte, Welt von The Great Unknown. Trotz der Bodenhaftigkeit hat das Comic irgendwo etwas sehr surreales, und das liegt mehr an der Stimmung, als an

Was soll ich großartig schreiben? Kauft euch das Trade, sobald es rauskommt, absolute Kaufempfehlung. Ich bin unheimlich gespannt darauf, wie sich das alles noch entwickeln wird. Hoffentlich erscheinen die Hefte auch rechtzeitig. 10/10


Auch nicht minder großartige Comic-Unterhaltung war wieder Daytripper 3#, auch hier steigert es sich von Ausgabe zu Ausgabe, das wird ein ganz heisser Anwerter auf die beste Mini 2010.

Die Autoren spielen einfach mit dem Leser, deuten an, dass es einen roten Faden gibt, um zum Schluss doch wieder einfach alles umzuwerfen. Und da ich mich so tief im tollen Artwork und der packenden Story verloren hatte, wirkte auch das Ende total überraschend auf mich, auch wenn es das Konzet der Serie ist und sogar im Titel steht.

Ich denke der Comic beschreibt einfach verschiedene Lebenslagen und Momente die man im Leben durchmacht. Ich hatte Angst davor, diese Serie wäre unverständlich für mich, aber Fábio Moon und Gabriel Bá schaffen es, diese Serie nachvollziehbar für mich zu gestalten, ich kann mit Bras total mitfühlen und bei einem Comic ist mir der persönliche Aspekt irrsinnig wichtig.

Die Zeichnungen sind verdammt gut. Die Leute sehen zwar gut aus, aber real, und die Bilder sind erschreckend gut gewählt. Es hat fast etwas poetisches, diese ganze Serie. Und die Zeichnungen tragen dazu bei. Auch wenn die einzelnen Bilder als solche sehr gut funktionieren, läuft die Panelabfolge total flüssig.

Und doch habe ich keine Ahnung, wie es weitergehen wird, aber das ist überhaupt kein Problem.

Ganz großes Kino. 10/10

Tja, gerade wenn man es nicht erwartet, wird man umgehauen.

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2 Antworten to “US-Reviews”

  1. Ratzfatz Says:

    The Great Unknown werde ich mir wirklich als Trade holen.

    Was Invincible angeht… Hmmm… Also jetzt erst später einsteigen, oder doch die Ultimate Edition holen? Du machst es mir nicht leicht 😉

  2. Tolle Reviews!
    @ Ratzfatz
    Die Ultimates sind wirklich sehr schön aufgemacht leider erscheinen sie immer recht spät und unregelmäßig, die 5. Edition sollte glaub ich schon lange draußen sein ist sie aber nicht 😦

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