The Darkness 1#


Es gab mal eine Zeit, wo mich Superheldencomics richtig anödeten. In dieser Zeit zog es mich zu einem anderen US-Verlag, genauer gesagt Top Cow. Die Comics dieses Verlages strahlten (damals) auf mich eine grosse Anziehungskraft aus: das Artwork war düster, die Stories brutal und die Helden total badass.  Inzwischen ist diese Phase wieder vorbei und die meisten dieser Comics besitze ich nicht mehr. Ein paar Überbleibsel habe ich aber dennoch, z.B dieses Heft, die französische Erstausgabe von The Darkness, geschrieben von Garth Ennis und gezeichnet von Marc Silvestri.

Von den Image-Gründern ist Marc Silvestri zwar nicht mein Liebling (diese Position teilen sich Todd McFarlane und Erik Larsen), jedoch finde ich ihn absolut korrekt . Obwohl ich sein Artwork bei Cyberforce, der ersten Top Cow-Serie, eher unspektakulär und durschnittlich fand und seine aktuellsten Werke, zB im Messiah Complex, mir nicht so recht zusagen wollen, hatte er mit The Darkness in der Mitte der 90er meines Erachtens seine Blütezeit: diese Zeichnungen gefallen mir auch heute noch ausserordentlich gut. Dazu kommt, dass die Story aus der Feder von Comic-Superstar Garth Ennis gar nicht mal so schlecht ist.

Durch das 2007 erschienene Videospiel zur Serie ist Darkness wohl um einiges populärer geworden, aber für die, die Origin nicht kennen, hier mal ein Überblick: Jackie Estacado, ein Mafia-Killer und Nymphomane, bekommt an seinem 21. Geburtstag die Fähigkeiten der Darkness, einer uralten mystischen Kraft, die in seiner Familie weitergegeben wird.

Die Story ist wie bereits erwähnt gar nicht mal so schlecht: es tummeln sich mystische Wesen, geheime Orden und man bekommt einen raschen Einblick in die Top Cow-Welt. Nur der Protagonist ist etwas sehr oberflächlich, aber so weit ich mich erinnern kann wird das noch besser. Ein bisschen zu sehr auf cool und düster ist mir die Ausgabe auch getrimmt, aber das war halt damals in den USA modern. Dafür fehlt es nicht an Action und einen gewissen Unterhaltungswert kann man den Ausgaben nicht absprechen.

Beim Anblick dieser Zeichnungen komme ich fast ins Schwelgen: sie sind kantig und wirken trotzdem sehr plastisch, und die Farben passen wie die Faust aufs Auge und kommen bei gespiegelten Papier, wie es damals üblich war, besonders gut zur Geltung. Zum Look der Figuren brauch ich nichts zu sagen, alle Frauen sind halt Topmodels und die Männer sind smart und cool.  Einen anderen Kritikpunkt habe ich auch: in Actionszenen ist es manchmal schwer, zu folgen. Die Panelabfolge ist generell manchmal sehr verwirrend. Dafür sind die Splashpages umso cooler.

Ich spiele momentan mit dem Gedanken, mir die französischen Hardcover zu holen. Eventuell kommt dann in nächster Zeit von mir Reviews dazu.

7/10

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