Marini-Die Adler Roms Band 1


Das antike Rom ist für mich ein sehr schönes Hobby, Latein habe ich in der Schule sehr gern gehabt, habe deshalb auch ohne weiters maturiert und in meinem Studium lernt man nicht umsonst ein ganzes Jahr lang die römische Rechtsordnung, die schon damals sehr ausgeklügelt war und der heutigen in Nichts nachsteht (witzig war mal ein Kommentar eines Professors, der auf der einen Seiten einen Kommentar eines römischen Juristen und auf der anderen Seite eine OGH Entscheidung gelegt hat und sie Wort für Wort verglichen hat, sagen wir so, auch die Richter kannten die Argumente und meinten wohl, dass sie zu dem Fall passen würde. Er daraufhin: „2000 Jahre sind ins Land gezogen, geändert hat sich nix)
Was aber zu sagen ist, diese Rechtsordnung hat nur für die Oberschicht gegolten, die Unterschicht hat sich nicht unbedingt geschert ob ihr Sklave ohne ihr zutun jetzt ein Schwein gekauft haben und er damit sein Pekulium überschritten hat.
In den letzten Jahren, ca. seit Gladiator, ist es aber wieder in Mode gekommen, dass man das alte Rom als Setting für gute Geschichten nutzt. Rome von HBO zB oder die hervorragende Dokumentation vom History Channel (die man ohne weiters als Unterhaltung klassifizieren kann). Die Adler Roms von Marini schlägt in eine ähnliche Kerbe, wobei ich gleich sagen will, dass der Comic der Detailverliebheit eines Romes in nichts nachsteht. Die Verhältnisse einer Adelsfamilie werden ziemlich authentisch dargestellt (jetzt an den Autoren gemessen, wobei ich mich da nicht als Experte auftun will), auch der Umgang mit Gewalt und Sexualität wird ganz gut dargestellt, wobei ich halt sagen muss, dass man die expliziten Szenen auch nicht so breittreten hätte müssen, denn gerade die letzten Seiten mit dem Dreier sind eher Sachen die man in schlechter Pornografie sieht.
Die Geschichte selbst ist jetzt nicht das Originellste was ich gelesen habe, ein römischer Junge eines Adelsgeschlechts und ein germanischer Prinz werden zu Top Soldaten ausgebildet, der germanische Prinz soll Rom unterwandern, wobei man halt schon sagen kann: Es wird ihm nicht gelingen denn Rom hat noch ca. 500 Jahre ohne weiters durchgestanden.
Graphisch ist sehr schön, hier gibt es kaum Kritikpunkte, größter ist in manchen Szenen die Perspektive die stört und manchmal schauen die Gesichter etwas seltsam aus. Aber im großen und ganzen passts.

Zur Aufmachung: Softcover, Hochglanzpapier ist in Ordnung, Hardcover wäre besser gewesen, dafür kommt man hier auch etwas billiger weg als bei den Splitter Sachen.

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