Tocotronic: Eine Retrospektive meines Fantums


Ich mag Tocotronic. Ich mag Tocotronic so gern, dass ich sogar die Spex kaufe. Dieser Artikel ist Tocotronic gewidmet, die gestern mit Schall und Wahn eines der faszinierendsten Alben der letzten Zeit gemacht haben. Aber nun mal von Anfang an, oder nein beginnen wir in der Mitte beim ersten von mir gekauften Album. Das war damals das weiße selbstbetitelte Album. Die anderen behandle ich nicht.

Das weiße Album ist eines der wenigen Alben, die ich wirklich ganz hören kann. Kein skipen, kein herumspringen, sondern ein „beim ersten Lied beginnen und dann ca. 1 Stunde später beim letzten aufhören“. Das ist selten bei mir, irgendwie finde ich meistens irgendein Lied, dass ich nicht hören kann, oder das mir mit der Zeit auf die Nerven geht, aber hier…. Nichts…. Alles ist nahezu perfekt. Und das macht den großen Charme dieser CD aus. Melodisch, aber textlich sehr sehr fein und ausgereift. Rock wie man ihn sich am deutschen Sektor öfter wünscht, ihn jedoch leider selten bekommt. Ich hab mir die CD damals 2002 gekauft, als 14-jähriger und nicht verstanden. Damals hat mir dieser Feinsinn gefehlt, der für so eine Wucht nötig ist. Als ich sie 2007 wiedereinmal gehört habe, war für mich klar, dass ich damals ein Juwel gekauft habe. Heute ein zeitloser Klassiker, den ich jeden ans Herz legen kann. Wenn ich Punkte vergeben würde, dann würde es hier die volle Punktezahl geben, so ist es nur die beste Platte des Jahrzehnts, was aber auch schon ein Anfang ist.

„Pure Vernunft darf niemals siegen“ geht den Weg den das weiße Album eingeschlagen hat konsequent weiter. Gleichzeitig bringt es die Slogans zurück, die für die alten Tocotronic Alben obligatorisch waren. Jedoch muss ich sagen, dass es mir auf Dauer nicht so gut gefallen hat. Klar gibt es Lieder bei denen ich einfach sofort mitsingen muss, aber insgesamt ist dieses Album eher ein Bindeglied zwischen dem weißen Album und Kapitulation (Gute Lieder: Alles in Allem, Mein Prinz, In den Tiefsten Tiefen, Tag der Toten)

„Kapitulation“ war das Album des Jahres 2007. Das Album zur bevorstehenden Krise, ein prägendes Album für mich. Noch ein Stück melodiöser und noch ein Stück mehr Konzeptalbum. Wie wunderschön Selbstaufgabe sein kann bekommt man durch einige wirklich gute Lieder mit. Ich empfehle im Übrigen zu diesem Album ein Buch von Michel Houellebeqc. (Beste Lieder: Kapitulation, Verschwör dich gegen dich, Imitationen, Explosionen)

Wer sich nun ein Review von „Schall und Wahn“ erwartet, was ja eigentlich auch logisch wäre, der muss sich noch ein bisschen gedulden. Im Moment traue ich mich noch nicht darüber. Das Album ist gut, stellenweise sogar besser als das weiße Album, aber im Moment muss ich mich noch einhören, muss das Album in den Kontext meines Seins einbinden, muss mich drinnen wohlfühlen, dann kann ich darüber schreiben. Davor ist es sinnlos und es würde mich in Nachhinein sehr ärgern, wenn ich etwas schreibe, dass ich in einem Monat so nicht mehr schreiben würde. Daher wartet, bestellt euch Karten für den 30.3 um das Konzert in der Arena anzuschauen (ich werd mir das erste am 29.3 anschauen und vielleicht hole ich mir auch noch für das darauffolgende die Karte, aber das wird noch in den nächsten Tagen entscheiden)

Advertisements

Eine Antwort to “Tocotronic: Eine Retrospektive meines Fantums”

  1. austrofrenchie Says:

    Ich finde deinen Musikgeschmack ziemlich seltsam, nicht unbedint schlecht aber auf jeden Fall seltsam, doch die Band gefällt mir gut :).
    Viel Spaß beim Konzert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: