Simon Andriveau- Das goldene Jahrhundert Band 1


Frankreich im Jahre 1666

Der Tagelöhner Alphonse rettet Bernard, den letzten Überlebenden eins Massaker, können sich verstecken um dann verschifft zu werden. Der Grund für das Massaker ist natürlich ein Staatsgeheimnis von höchster Bedeutung, das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

So kann man kurz „Das goldene Jahrhundert“ beschreiben, ein Album, dass im letzten Jahr bei Splitter erschienen ist und sehr gut aufgenommen wurde.Jede Kritik die ich bisher gelesen habe war überschwänglich, das Erstlingswerk von Simon Andriveau hat es aber auch wirklich verdient. Ich bin kein großer Kenner von französischen Comics, die üblichen Verdächtigen habe ich gelesen, aber im Gegensatz zu Mangas bin ich kaum bewandert und beginne erst meine Fühler auszustrecken. Das hier war ein gutes Einstiegswerk, die Bildsprache ist sehr angenehm, nicht zu überladen aber auch nicht zu schemenhaft. Man erhält sehr schöne Bilder, die auch Einzelbilder gut funktionieren würden und trotzdem dynamisch genug sind um schön eintauchen zu können (für mich bei BDs eigentlich das größte Problem, da ich normalerweise recht schnell rausfalle). Sehr cartoonig ist das ganze, was wider erwarten nicht soo schlimm ist, denn eigentlich passt das Artwork nicht wirklich zur Geschichte.
Zur Geschichte kann man sagen, dass die Klappentext nicht zuviel verspricht, wenn er von einer Abenteuergeschichte im Stile von Alexandre Dumas spricht. Streckenweise fühle ich mich wie in einer Adaption der Romane, die im Übrigen sehr zu empfehlen sind (auch wenn man teilweise einen langen Atem braucht), trotzdem behält „Das goldene Jahrhunder“ eine gewisse Originalität, weswegen ich die Lektüre empfehle. Der 2. Band ist schon erhältlich.

Über die Aufmachung von Splitter kann ich nur positives sagen, bisher ist mir der Verlag nicht untergekommen, jetzt habe ich noch einen zweiten Comic von Splitter (Canoe Bay) der ähnlich schön aufgemacht ist und für das was man bekommt (Hardcover, Hochglanzpapier, eine recht frische Übersetzung, schönes Lettering) ist der Preis von 14,20€ (Österreich, in Deutschland ist das ganze um 40ct. billiger) eigentlich ein Geschenk. Also frankobelgische Comics im Auge behalten (aber mit austrofrenchie habe ich einen echten Spezialisten hier an Bord, der wird sicher auch ein paar nette Kommentare dazu schreiben)

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3 Antworten to “Simon Andriveau- Das goldene Jahrhundert Band 1”

  1. austrofrenchie Says:

    Spezialist… Öhm ja. Ich hab mir jedenfalls dieses Jahre vorgenommen, in der Ecke mehr zu lesen. Da werde ich auch öfters etwas dazu im Blog schreiben. Genauso über Mangas.
    Splitter ist von der Aufmachung her sehr fein, da muss ich dir recht geben.
    BDs sind meist sehr künstlerisch anmutend, finde ich. Ich kann da ziemlich gut Zugang finden. Die Künstler haben bei ihrer Arbeit einfach viel mehr Spielraum.
    Der von dir rezensierte Comic hat es mir irgendwie jetzt total angetan. Vielleicht kommt da auch von mir eine Zweitmeinung.

  2. Wieviel Seiten hat den der Band? Sind da nicht normal die Hardcover Umschläge dicker als die Geschichten selbst 😉

    Und nenn mich einen geizigen Banausen, aber 15 Euro für ca. 50 Seiten sind dann schon überteuert. Da wäre mir eine billigere Aufmachung lieber. Immerhin kauf ich nicht die Verpackung sondern den Inhalt…

    • geiziger Banause, lies es, freu die wie schön die Story ist und dann freu dich wie schön die Aufmachung ist. Wenn du das Ding mit den Carlsen Sachen vergleichst, die so um 1€ billiger sind und SC, dann steigst du bei Splitter einfach sehr gut aus.

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