Robert Kirkman, Partner bei Image, Messias der Comicindustrie (selbstbetitetelt)


In einem Video bei Comicbookresources möchte Robert Kirkman der Industie erklären, wie man 1. mehr Comics 2. neue Leser und 3. finanzielle Absicherung der großen Autoren bewerkstelligen kann. Grundsätzlich hat er ja nicht unrecht, tatsächlich verkaufen  gute Comics so viele Exemplare wie in den 70ern mittelmässige Comics, tatsächlich gibt es immer weniger junge Leser und tatsächlich sind viele Künstler überraschend schlecht vorgesorgt. Er bekräftigte diese Aussagen dann noch bei Wordballoon, jedoch muss vor dem Konsum dieser Werke ein paar Sachen gesagt werden.

Das Video ist ein paar Tage nach Ende der SDCC erschienen, auf der bekanntgegeben wurde, dass RK nun Partner bei Image ist. Klar, dass RK nun die großen Autoren aufruft, mehr Creator Owned Sachen zu machen.  Immerhin, wenn die Autoren zu Image gehen, dann bekommt er als Partner natürlich eine gewisse Gewinnbeteiligung. Das macht sein Video nicht mehr besonders gemeinnützig, denn ein Mark Millar oder Dan Slott bei Image würde Kohle in Tasche von Image und von RK bringen.

Was aber stört, ist die Kritik an Marvel. Kirkman meinte, dass Runs wie der von Peter David auf Hulk nicht mehr möglich sind. Bei Wordballoon wurde der Brubaker Run auf Cap eingeworfen, den Kirkman mit einem HoM Tie-In konterte. Daredevil, dass sowohl in einem langen Run von Bendis und jetzt schon einem fast 30 Hefte Run von Brubaker ohne Tie-Ins geführt wurde, wurde von beiden nicht erwähnt. USM, dass Eventlos seit 125 Ausgaben ist, wurde nur kurz erwähnt, aber als Comic das Kirkman gerne geschrieben hätte. Auch hier muss man eines sehen.

Kirkmans Marvelhefte waren guter Durchschnitt. Und das im besten Fall. Sein UXM Run war grottig, Marvel Zombies verkaufte sich zwar großartig, aber die Story war dünn wie das Eis im frühen April und Ant-Man wurde von vielen geliebt, blieb aber in den Erwartungen deutlich zurück. Sachen die er gerne geschrieben hätte (Spider-Man) wurden entweder zu Eventknüllern geschrieben oder von einem langjährige Autor, der der Serie einen eigenen Ton verschafft hat (USM). Kirkman ist wegen lauter guten Autoren untergegangen, weil seine Sachen nicht schlecht, aber eben auch nicht ausgezeichnet sind.

Kirkman wird wissen was er tut, seine Ideen sind aber alles andere als Handfest. Denn viele Autoren wollen tatsächlich lieber Spider-Man schreiben und keine Creator Owned Sachen und die die das tun wollen, machen es schon (Millar „Kick-Ass, Brubaker „Criminals“, Ellis „Casanova und und und) das heißt, er zeigt keine neuen Wege auf.

Junge Leser kommen nicht durch Hefte, die für junge Leser geschrieben wurden zu Comics, man muss ihnen Comics schmackhaft machen. Das könnte man durch die vielen Verfilmungen, was aber nicht ganz klappt, auch ich weiß keine Antwort auf diese Frage, Kirkman wirft sie jedoch nur auf, ohne sie richtig zu beantworten.

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